3. Workshop zur Mitmachstation in Senden
Im Bürgersaal der Gemeinde Senden fand der dritte und damit letzte Workshop zur neuen Mitmachstation an der Stever statt. Unter dem Titel „Die Stever im Glas: Wie unser Trinkwasser entsteht“ arbeiteten zehn Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10 des Joseph-Haydn-Gymnasium gemeinsam mit Vertreter:innen aus Verwaltung, Umweltbildung und Politik an der inhaltlichen und gestalterischen Ausarbeitung der Station. Geleitet wurde der Workshop erneut vom gemeinnützigen Verein Vamos e.V. aus Münster.
Im Mittelpunkt stand die Frage: Woher kommt unser Trinkwasser – und wie können wir diesen natürlichen Kreislauf schützen?
Die geplanten Stelen entlang der Route greifen genau diese Themen auf. Ziel der Gruppe war es, eine aussagekräftige und zugleich auffällige Stele zu entwerfen, die Radfahrende und Spaziergänger:innen zum Anhalten bewegt und zum Nachdenken anregt.
„Ich finde, die Stele ist sehr ansprechend geworden. Sie bewegt wirklich dazu, stehenzubleiben und sich die Informationen genauer anzuschauen“, berichtet Lena N., Schülerin des Joseph-Haydn-Gymnasiums. Auch Laura R. ist überzeugt: „Ich glaube, dass die Stele auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht und richtig gut ankommen wird.“
Neben der konkreten Gestaltung wurde auch die anstehende Eröffnungsfeier am 24. April 2026 geplant. Der neue Standort der Mitmachstationen befindet sich an der Kanalunterführung der Stever hinter dem Schloss Senden am Standort „Am Düker“.
Die Vielfalt der Beteiligten machte den Workshop zu etwas Besonderem. Julia Nosthoff, Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Senden, zeigte sich begeistert vom Engagement aller Teilnehmenden – vom Biologisches Zentrum Kreis Coesfeld über Vertreter der Landwirtschaft und des Bauamts bis hin zur engagierten Schülerschaft. Auch Anke Lückert vom Tourismusbüro und Stadtmarketing hob besonders die Kreativität und die frischen Ideen der Schülerinnen hervor.
Ein weiterer spannender Aspekt betrifft die geplanten, von Vamos e.V. geführten Fahrradrouten durch das Sendener Umland. Diese verbinden lokale Lernorte rund um das Thema Trinkwasser. Dabei wird auch die Burg Kakesbeck zwischen Senden und Lüdinghausen eingebunden, die von der Dr. Grewing Stiftung unterhalten wird. Als Wasserburg ist sie von einem Gräftensystem umgeben, das von der Stever gespeist wird. Jörg Plester von der Stiftung wies darauf hin, dass anhaltender Wassermangel dazu führen kann, dass die Eichenpfähle im Fundament nicht mehr ausreichend vom Wasser bedeckt sind. Dies kann langfristig Schäden an der historischen Bausubstanz verursachen – ein eindrückliches Beispiel dafür, wie eng Kulturgeschichte und Wasserhaushalt miteinander verbunden sind.
Neben dem lokalen Bezug schlägt das Projekt auch eine globale Brücke: Auf einer der Tafeln wird über Wassernutzung in Uganda informiert. Justine Olweny von der Water Access Consulting Organization stellt dort das Konzept des „Wasserkiosks“ vor. Solche Kioske ermöglichen Menschen einen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser und schaffen zugleich Arbeitsplätze – insbesondere für Frauen und junge Menschen.
„Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie lokale Bildungsarbeit globale Zusammenhänge sichtbar machen kann.“, fasst Politiklehrer Tobias Krickau das kreative Projekt zusammen. Nun freuen sich alle Beteiligten auf die offizielle Eröffnung am 24.04.2026 am Platz der neuen Mitmachstationen. Der Verein Vamos e.V. hofft auf zahlreiche interessierte Besucher:innen.
Alle, die mehr über die Nutzung und den Schutz unseres Trinkwassers erfahren möchten, sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen in Kürze.



